16. Naabnixe

Foto: Bergverein Kallmünz e.V., Naabnixe 2025

Hier am Ufer der Naab liegt die „Nixe“ – halb Frau, halb Fisch.
Der Bildhauer Giulio Bazzanella hat sie in den 1980er-Jahren geschaffen. Die Figur scheint gerade dem Fluss entstiegen zu sein: ruhig, lang ausgestreckt, mit einem Gesicht, das an archaische Masken erinnert. Die Nixe ist Symbol und Hüterin des Wassers. Sie steht für die Verbindung von Mensch und Natur, von Land und Fluss.
Still, fast wachend hat sie die Naab und den Ort im Auge. Wenn Sie kurz verweilen, spüren Sie vielleicht die Ruhe, die Bazzanella in Stein gefasst hat – die Stille einer Figur, die zugleich träumt und wacht.
Bazzanella, 1929 in Trient geboren und später in der Oberpfalz lebend, war bekannt für seine kraftvollen, reduzierten Formen. Er arbeitete meist ohne Vorzeichnung – direkt im Stein. So entstanden Figuren, die an Urbilder erinnern: erdverbunden, zeitlos, geheimnisvoll.
Weitere Informationen über Skulturen in Kallmünz finden Sie auf dem Skulpturenweg Kallmünz.

An dieser Stelle haben wir einen wunderbaren Blick auf den Ort und die Steinerne Brücke, Burgruine und deren Spiegelungen im Wasser. Ein Motiv, das auch zeitgenössische Interpretationen zulässt.

Fritz Wurmdobler, Kallmünz,1982, Acryl auf Malerplatte, ca. 80 x 100 cm

Dieses Bild von Fritz Wurmdobler (1915 - 2008) zeigt einen farbintensiven Blick auf Kallmünz, bei dem Wurmdobler seine typisch pastose, dynamische Malweise einsetzt. Die dichten, breiten Pinselstriche erzeugen eine lebhafte, fast flirrende Atmosphäre. Die warmen Farbtöne der Häuser entlang der Naab kontrastieren wirkungsvoll mit den kühlen Blau- und Grauschattierungen des Wassers und Himmels. Die Steinerne Brücke führt in den linken Bildraum, während rechts ein herbstlich gefärbter Baumbestand das Motiv fasst. Die leuchtenden Spiegelungen im Wasser verstärken die impressionistische Wirkung und verleihen der Szene Tiefe und Bewegung. Das Gemälde ist ein charakteristisches Beispiel für Wurmdoblers kraftvolle Landschaftsmalerei und seine enge Verbundenheit mit der oberpfälzischen Flusslandschaft.
Fritz Wurmdobler lebte und arbeitete überwiegend in Regensburg und pflegte eine enge Verbindung zu den Künstlergruppen der Region. Studienreisen sowie die Auseinandersetzung mit impressionistischen und expressiven Strömungen prägten seinen Stil. Wurmdobler gilt als wichtiger Vertreter der ostbayerischen Landschaftsmalerei des 20. Jahrhunderts. Sein Werk ist heute in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.


Danze Panele, "Kallmünz im Suff", Acryl auf Leinwand, 50 x 70 cm

Der Kallmünzer Künstler Danze Panele (geboren 1989) hat hier seine Ansicht "Kallmünz aus der Erinnerung" gestaltet.

Birgit Stern, Kallmünz, Acryl auf Leinwand, 50 x 40 cm
Birgit Stern (geboren 1970) wählt den gleichen Standort für ihre expressive Ansicht von Kallmünz.

Wir machen einen kleinen Spaziergang
17. über den Inselweg zum Sebastiberg


oder wir gehen weiter zur Zengerbrücke

 

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