Bergsteig 1 - Galerie und Kunsthandel - Kallmünz - Regensburg

Magnus Zeller (1888 - 1972)

Magnus Zeller ist mir zum ersten Mal begegnet mit einem Eintrag im Fremdenbuch der "Roten Amsel". Seinem ersten Aufenthalt in Kallmünz ab 18.6.1935 folgten weitere Aufenthalte jeweils im Frühjahr 1937 und 1939 erwähnt. Vgl. Katalog "Magnus Zeller Entrückung und Aufruhr"

Magnus Zeller gehört zur Generation der Expressionisten in Deutschland. Seine Farbwahl mit unheimlichen und surrealen Elementen bringt Zeller den Beinamen E.T.A. Hoffmann der Farbe ein. Er wählt das "innere Exil" und malt mit Grotesken gegen den Nationalsozialismus und den Krieg. Dennoch findet er auch die Schönheit in Menschen- und Naturbildern. Sein Werk nach 1945 ist durch "magischen Realismus" bestimmt, Themen sind, Landschafts, Menschen- und Tierbilder.

Biographische Daten:

geboren in 1888 Biesenrode bei Mansfeld (Südharz)
gestorben 1972 Berlin/Ost
ab 1906 Berlin
von 1908 bis 1911 Studium der Malerei und Plastik bei Lovis Corinth in Berlin
1912 erste Ausstellung
von 1915 bis 1918 Militärdienst. Dort lernte er den Irrsinn des Krieges „ganz von unten in der Feuerzone und ganz oben in der Etappe“ kennen (Arnold Zweig).
ab 1913 Mitglied der Künstlervereinigung Freie Secession in Berlin und
Kontakte zu Karl Schmidt-Rottluff, der durch ihn wahrscheinlich auf Kallmünz aufmerksam wurde, und Freundschaft mit Arnold Zweig.

1920 veröffentlicht Zeller das Mappenwerk "Entrückung und Aufruhr" zusammen mit Arnold Zweig.

1923 bis 1924 unterrichtete er an der Staatlichen Kunstschule in Tartu (Dorpat), Estland.
1926 Reise nach Paris, bei der seine erste Frau Marie an Typhus gestorben ist.
1924 bis 1937 l Berlin bzw. in Blomberg/Lippe und ab 1937 in Caputh.

1935 im Sommer erster Aufenthalt in Kallmünz

1935 bis 1936 Stipendium der Villa Massimo in Rom
1937 und 1939 weitere Aufenthalte in Kallmünz

Ab dem Jahre 1938 fand seine künstlerische Auseinandersetzung mit den Nationalsozialisten statt und es entstanden zahlreiche Bildwerke, deren Entdeckung zur lebensbedrohlichen Verfolgung geführt hätte.

In den Jahren von 1946 bis 1947 beteiligte er sich an Ausstellungen.

1951 Abwahl als Vorstandsmitglied aus dem Verband Bildender Künstler der DDR.

Bis zu seinem Tod 1972 beteiligte sich Zeller an weiteren zahlreichen Ausstellungen.

Seine Tochter Helga Helm vermachte der Akademie der Künste Berlin den schriftlichen Nachlass ihres Vaters.

Quellen:
Briefverkehr mit Helga Helm (Tochter von Magnus Zeller)
Briefe Hindorf an Zeller
Dominik Bartmann (Herausgeber): Magnus Zeller, Entrückung und Aufruhr, Katalog zur Ausstellung 29.11.2002 - 9.2.2003, Stadtmuseum Berlin

Quelle und weitere Informatonen: Wikipedia: Magnus Zeller

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Magnus Zeller
Aquarell, signiert
Bildausschnitt 25,5 cm x 21 cm, gerahmt 55,5 x 46,5 cm
Preis: 1980 €

 

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